Geplante WHO-Maßnahmen bedrohen Lotto, Presse und Jugendschutz
Der Bundesverband Lotto-Toto-Verkaufsstellen Deutschland (BLD) blickt mit Sorge auf die vom 17. bis 22. November in Genf stattfindende Vertragskonferenz (COP 11) des WHO-Rahmenübereinkommens zur Tabakkontrolle (FCTC). Der Bundesverband hält folgende diskutierten Maßnahmen für besonders gravierend: eine geplante Reduktion der Verkaufsstellen, ein Verbot der Gewinnerzielung aus dem Verkauf von Tabakwaren und ein Verbot von Händlerprämien, ein Verbot von Tabak- und Nikotinerzeugnissen sowie Verkaufsverbote für bestimmte Geburtsjahrgänge.
Der BLD warnt vor einem Ende des flächendeckenden Netzes von 22.000 Lottoannahmestellen und den daraus resultierenden erheblichen gesellschaftlichen Konsequenzen. Zu den Folgen dieser Maßnahmen zählten das Ende der flächendeckenden Versorgung mit Zeitschriften, der Zusammenbruch der Lotto-Infrastruktur mit Steuerausfällen in Milliardenhöhe, der Wegfall von über 100.000 Arbeitsplätzen und das Ende einer bewährten Kontrollinstanz für den Jugendschutz. Günther Kraus, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BLD, betont, dass 90 Prozent der Annahmestellen auch Tabakhändler sind und der Lottoverkauf allein nicht rentabel sei. Die Maßnahmen würden laut Kraus zu einem „regulatorischen Kahlschlag“ führen, der weder dem Verbraucherschutz noch der gesellschaftlichen Realität gerecht werde.





