Europäische Gamesstrategie gefordert

Das EU-Parlament forderte in der verganenen Woche mit deutlicher Mehrheit die EU-Kommission und den Rat der Europäischen Union zur Erarbeitung eines Gesetzes für eine langfristige europäische Gamesstrategie auf.

Bund nicht zuständig für Glücksspielregulierung

In der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE (DS 20/4155) zum "Sachstand Glücksspielstaatsvertrag - Liberalisierung Online-Glücksspiel und Rolle des Zahlungsdienstleisters Wirecard" macht die Bundesregierung deutlich, dass die Kompetenz für die Regulierung des Glücksspielmarktes in den Ländern liegt und auch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bundes gehört.

Geldwäscheprävention

Die Bundesregierung hat am 26. Oktober ihren Gesetzentwurf für ein Zweites Gesetz zur effektiveren Durchsetzung von Sanktionen (Sanktionsdurchsetzungsgesetz II) gebilligt. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die bestehenden rechtlichen Regelungen mit entsprechenden Sanktionierungsinstrumenten zu versehen und dadurch dafür zu sorgen, dass diese auf Bund- und Länderebene vollumfänglich und effektiv vollzogen werden können.

GGL geht weiter gegen illegales Glücksspiel vor

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) forciert die Bekämpfung illegalen Glücksspiels und forderte in diesem Zusammenhang Anfang Oktober drei weitere Internet-Service-Provider zur Sperrung der Internetseiten der Lottoland-Gruppe auf.

FIFA und Lootboxen

Die kontoversen Diskussionen rund um den Umgang mit sogenannten Lootboxen und In-game-Käufen halten weiter an. So wird auch vereinzelt aus dem Kreis der Lotteriegeschäftsführungen kritisiert, dass diese Spiele eine hohe Attraktivität hätten und fordern das Thema öffentlich und wissenschaftlich zu diskutieren und endlich klare Regelungen zu schaffen. Lootboxen würden von Experten als "Einstiegstor" für problematisches Spielverhalten gesehen.

Die Diskussionen halten an

Die Diskussionen um die Begrenzungen der Wettvermittlungsstellen in der Freien Hansestadt Bremen und in den anderen Bundesländern halten weiter an. Zwar durften in Bremen zwei Wettbüros nach Vorlage und Prüfung von Nachweisen wieder öffnen, mittelfristig soll sich die Gesamtanzahl der Wettvermittlungsstellen jedoch nach Angaben des Innensenators Mäurer "drastisch reduzieren".

Hessen verzeichnet Steigerung von Steuereinnahmen für Online-Glücksspiel

Der hessische Innenminister teilte auf Anfrage im Landtag mit, dass das Bundesland Hessen seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags knapp 20 Mio. Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen verzeichnen kann.

"Bündnis gegen Sportwettenwerbung"

In einer Pressemitteilung gab Mitte der Woche das neu gegründete "Bündnis gegen Sportwetten-Werbung" (BgSwW) die Aufnahme seiner Arbeit bekannt.

Kategorie "Slots" erfreut sich großer Beliebtheit

Die Kategorie "Slots" auf der Streaming-Plattform Twitch soll Berichten zufolge inzwischen zu den zehn meistgeschauten Kategorien gehören. Darin enthalten sind alle reinen Online-Glücksspiele.Im Mai sollen mehr als 51.000 Zuschauer an Slot-Streams teilgenommen haben.

Glücksspielstaatsvertrag seit einem Jahr in Kraft

Der Glücksspielstaatsvertrag ist nunmehr seit einem Jahr in Kraft und hat den Glücksspielmarkt verändert. Die erhoffte Ruhe konnte derweil noch nicht einkehren. So kritisieren Suchtexperten, dass das im Vertrag enthaltene bundesweite Sperrsystem und die vorgesehenen Spielerschutzmaßnahmen nach einem jahr noch nicht ausreichend umgesetzt würden.

 

 

Glücksspielmarkt mit starkem Werbe-Plus

Im aktuellen Zwölf-Monats-Zeitraum liegt das Werbevolumen bei rund 540 Millionen Euro und damit 37 Prozent über dem des Vorjahres. Im Vergleich zur Periode 2016/2017 hat sich das Werbevolumen sogar mehr als verdoppelt. Haupttreiber dieses Werbeschubs sind die Online-Casinos.

Neue Studie zum Glücksanteil

Die Frage, ob Poker als Geschicklichkeits- oder Glücksspiel eingeordnet werden kann, landet immer wieder vor Gericht. Entscheidend ist dabei, ob der Zufallsanteil unter 50% oder darüber liegt.

Deutliche Kritik am JuSchG-E seitens der Landesmedienanstalten

Die Landesmedienanstalten haben den kürzlich vom Bundesfamilienministerium vorgelegten Entwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes deutlich kritisiert. Aber auch seitens der Medienbranche ist die Kritik am derzeitigen Entwurf groß. Nach Ansicht der Landesmedienanstalten schafft es der aktuelle Entwurf nicht das funktionierende Jugendschutz-System zu modernisieren, vielmehr höhle der vorliegende Entwurf den Kompetenzbereich der Länder bei der Sicherung von Meinungsfreiheit und und Jugendmedienschutz aus.

Schwedische und britische Glücksspielbehörde gehen Kooperation ein

Mit Meldung vom 27. November 2019 hat die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen informiert, dass sie mit der britischen Gambling Commission (UKGC) ein Memorandum of Understanding unterzeichnet habe, das am 11.November 2019 in Kraft getreten sei.

Erste Risikoanalyse zur Bekämpfung von Geldwäsche veröffentlicht

Bereits im Dezember 2017 hatte Deutschland seine erste Risikoanalyse zur Bekämpfung von Geldwäsche gestartet. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

Glücksspielwerbung in Dänemark nimmt stark zu

Nachdem im Jahr 2012 das staatliche Glücksspielmonopol in Dänemark gefallen ist, war die Anzahl der ausgestrahlten Werbeclips für Glücksspiel in Fernsehen und Radio zunächst gesunken. Seit 2014 steigt die Zahl nun jedoch wieder permanent.

Rückgang der Spielerzahlen zu verzeichnen

Aus dem Jahresbericht der norwegischen Glücksspielbehörde Lotteritilsynet geht hervor wie erfolgreich die Behörde in ihrem strikten Vorgehen gegen ausländische Online-Anbieter ist. In Norwegen gibt es nach wie vor ein staatliches Glücksspielmonopol über alle Spielformen. Die Zahl der Spieler, die bei ausländischen Plattformen gespielt habe sei im Jahr 2018 auf 10% gesunken und lag in den Vorjahren bei ca. 30%.

Bundesländer einigen sich auf Regulierung des Sportwettensektors

Die 16 Bundesländer haben sich nach jahrelangem Streit auf eine Regulierung des Sportwettensektors geeinigt. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 21. März 2019 soll der entsprechende Vertragsentwurf abgestimmt und im Nachgang unterzeichnet werden.

Evaluierung von Vollzugsinstrumenten im Online-Glücksspiel

Die Europäische Kommission hat Ende Januar eine Studie über die Wirkung verschiedener Vollzugsinstrumente im Online-Glücksspiel veröffentlicht. Die Studie ist unter der Leitung von Prof. Dr. Julia Hörnle an der Queen Mary University in London durchgeführt worden. Das Forscher Team hat 5 Fragebögen entwickelt, welche an alle Glücksspielaufsichten der EU und des EWR versandt wurden. Zudem wurden 35 Experteninterviews geführt.

DAK Studie: "Geld für Games - Wenn Computerspiel zum Glücksspiel wird."

Die gesetzliche Krankenkasse DAK-Gesundheit hat am 5. März eine Studie zum Spielverhalten von 12-17 Jährigen veröffentlicht. Demnach gelten 15,4 Prozent der Minderjährigen bereits als sogenannte Risikogamer. Die DAK möchte die Aufklärung über die Risiken von Computerspielen verstärken und fordert zudem ein Verbot sogenannter Lootboxen.

Zeal Network SE übernimmt Lotto24

Zeal Network SE wird die beabsichtigten Übernahme der Lotto24 AG nun vollziehen können. Auf der letzten Hauptversammlung haben die Zeal Aktionäre die hierfür erforderliche Kapitalerhöhung mehrheitlich beschlossen. Die Entscheidung fiel mit 60 Prozent des anwesenden Kapitals zugunsten der Kapitalerhöhung aus

Großbritannien plant Verbot von Kreditkarten für Online-Glücksspiele

Der britische Kulturstaatsekretär hat mitgeteilt, dass im Bereich des Online Glücksspiels Kreditkarten als Zahlungsmittel verboten werden sollen. Da mehr als 20% der Ausgaben für Online Glücksspiele mit Kreditkarten getätigt werden, könne und müsse man hier mit Verbraucherschutzmaßnahmen entgegenwirken. Dadurch soll die Gefahr eingedämmt werden, dass Spieler Geld für Glücksspiele ausgeben, das sie gar nicht besitzen.

Suchtexperten kritisieren neue Generation der Geldspielautomaten

In der Sendung „Report Mainz“ der ARD wurde am 28.11.2018 ab 21:45 Uhr über „trickreiche Automaten“ berichtet. Es wurde deutlich gemacht, dass Geldspielautomaten das höchste Suchtpotential aller Glücksspiele bieten und die neuen Vorgaben der Politik durch die Automatenindustrie unterlaufen werden.

Tipp24 stellt Zweitlotterien in Deutschland ein

Der Online-Lotterieanbieter Zeal Network aus London (Tipp24) will den Hamburger Konkurrenten Lotto24 übernehmen.

Kleine Anfrage im Landtag Baden-Württemberg

Kleine Anfrage des CDU- Landtagsabgeordneten Fabian Gramling und Antwort des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration

Neues Geldspielgesetz in der Schweiz

Eine klare Mehrheit (¾ der Stimmbürger) hat das neue Geldspielgsetz in der Schweiz angenommen. Dieses stellt weltweit den strengsten Schutz vor Spielsucht, Geldwäsche und Betrug dar. Die Möglichkeit zum Betrieb eines Internet-Casinos wird den Schweizer Casinos nach Beantragung einer Online-Konzession angeboten und gleichzeitig werden ausländische Anbieter von Online-Wetten auf dem Schweizer Markt ausgeschlossen. Das neue Gesetz gilt voraussichtlich ab dem 1. Januar 2019.

Online-Spielsucht ist eine Krankheit

Die WHO hat beschlossen, Gaming Disorder oder Online-Spielsucht als Krankheit in den Neuen Katalog der Krankheiten (ICD-11) hinter Glücksspielsucht aufzunehmen. Diese Entscheidung ist nicht unumstritten, denn die „neue“ Krankheit könnte auch auf zugrundeliegende Probleme wie Depressionen oder soziale Angststörungen zurückzuführen sein. Auch führt die Beliebtheit des Spielens dazu, dass viele Menschen qua Definition vorschnell als krank gelten könnten. Jedoch kann in der Wissenschaft klar zwischen Spielspaß und Sucht unterschieden werden. Auf weitere Forschungsergebnisse ist die Fachöffentlichkeit gespannt.

Glücksspiel-Markt wächst 2017 um 300 Mio. € auf 13,49 Mrd. €

Stärkstes Wachstum (17 %) verzeichnete das Wettsegment, Lotterieangebote hingegen verloren 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Geldspielautomaten erzielten mit 7 Mrd. € das größte Brutto-Einspielergebnis im Jahr 2017.

Jahresreport 2016 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder veröffentlicht

Der deutsche Glücksspielmarkt hatte im Jahr 2016 gemessen an den Bruttospielerträgen ein Volumen von insgesamt 13,39 Mrd. Euro. Davon machte der regulierte Markt einen Anteil von 10,832 Mrd. Euro (81 %) aus, der Schwarzmarkt 2,558 Mrd. Euro (19 %). Im Vorjahr lag das Verhältnis noch bei 82 % zu 18 %. Von diesen 2,558 Mrd. Euro entfallen 844 Mio. auf private Sport- und Pferdewetten, 1,29 Mrd. auf Online-Casinoanbieter, 124 Mio. auf Online-Poker und 299 Mio. Euro auf Online-Zweitlotterien, welche damit einen Zuwachs von 22 % verzeichnen (S. 12 f.). Insgesamt wuchs der Markt um 5 % (655 Mio. Euro), der regulierte Markt um 4 % (367 Mio. Euro), der unregulierte Markt um 13 % (288 Mio. Euro).

Niederlande: 4 von 10 PC- und Konsolengames verstoßen gegen Glücksspielrecht

Lootboxen, deren Gewinne Handelsgüter sein können, sind glücksspielzulassungspflichtig

Die niederländische Glücksspielaufsichtsbehörde hat im Rahmen einer Studie herausgearbeitet, dass 4 von 10 untersuchten PC- und Konsolengames unzulässige Lootboxen (wir berichteten) enthalten. Sobald in Spielen durch kostenpflichtige Lootboxen zufällige Items mit echtem Geldwert ausgeworfen werden, unterliegen diese Spiele dem Glücksspielrecht. Mit diesen Gegenständen könnten die Spieler dann nämlich Handel treiben.

Italien: Erstes übergreifendes Selbstausschluss-Register (USR) gestartet

One-Stop-Shop für Spieler mit problematischem Online-Spielverhalten eingerichtet

Bislang mussten die Spieler an jede einzelne Webseite gesondert herantreten, um von der weiteren Spielmöglichkeit technisch ausgeschlossen zu werden. Nun genügt ein Antrag, woraufhin jeder Spieleraccount bei allen in Italien zugelassenen Online-Glücksspielanbietern gesperrt werden muss. Der Spieler hat die Wahl einer permanenten oder sechs-monatigen Sperre.

888 Holdings zieht vor BVerfG

BVerwG-Urteile vom 26.10.2017 zum Internetverbot von mehreren Glücksspielarten Gegenstand der Verfassungsbeschwerde

Erhaltung des Lotteriemonopols, ganzheitliche Regulierung, qualitative Begrenzung der Konzessionsvergabe, Vermeidung von Einnahmeverlusten

Beschluss der Frühjahrskonferenz der Haushalts- und Finanzpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen vom 10. April 2016 veröffentlicht

Jahrbuch Sucht 2018: Rückgang von Glücksspielteilnahme insgesamt zu verzeichnen

Seit 2009 (87,1 %) nur noch 75,3 % Lebenszeit-Prävalenz im Jahr 2017

Die Prävalenz auf ein Jahr betrachtet hat sich hingegen bei 37,3 % stabilisiert. Bei 0,56 % der bundesdeutschen Bevölkerung (326.000 Personen) wurde ein problematisches Spielverhalten und bei 0,31 % (180.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten festgestellt.